Der richtige Einnahmezeitpunkt für Protein, Kohlenhydrate und Fett Teil 2/2: Die Praxis

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In Teil 1 haben wir alles Wissenswerte rund um die wichtigsten Hormone erfahren.rnrnNun geht es weiter mit Teil 2.rnrnIch erklu00e4re euch genau warum wir nicht su00e4mtliche Makronu00e4hrstoffe (Protein, Kohlenhydrate und Fett) ohne Plan u00fcber den Tag verteilt einnehmen sollten.rnrnWir ku00f6nnen nu00e4mlich mit den Makronu00e4hrstoffen unsere Hormone beeinflussen und so die besten Voraussetzungen fu00fcr maximale Fettverbrennung und Muskelaufbau schaffen.rnrnWas sich jetzt nach einer komplizierten Wissenschaft anhu00f6rt, ist in Wahrheit ganz einfach. Es geht nur darum die ku00f6rpereigenen Vorgu00e4nge zu verstehen und die Ernu00e4hrung danach zu richten.rnrnLegen wir los!rn

Insulinsensibilitu00e4trnDie Insulinsensibilitu00e4t bezeichnet die Fu00e4higkeit der Muskeln und Fettzellen Kohlenhydrate aufzunehmen.rnrnJe hu00f6her sie ist, desto besser ist die Aufnahmefu00e4higkeit.rnrnBei Diabetes Typ 2 Patienten ist diese Fu00e4higkeit gestu00f6rt. Sie haben eine Insulinresistenz entwickelt, das Gegenteil also.rnrnWir mu00fcssen also nun dafu00fcr sorgen, dass die Insulinsensibilitu00e4t der Muskeln mu00f6glichst hoch ist, damit die zugefu00fchrten Kohlenhydrate in den Muskeln, dem sogenannten Muskelglykogen und nicht als Ku00f6rperfett gespeichert werden.rnrnDie Muskeln verfu00fcgen u00fcber sogenannte GLUT4-Transportproteine. Diese sind dazu da, die aufgenommenen Kohlenhydrate in die Muskelspeicher (Muskelglykogen) zu transportieren.rnrnIhre Konzentration ist innerhalb eines Tages unterschiedlich hoch. Morgens ist die Insulinsensibilitu00e4t geringer, das heisst es herrscht ein geringeres GLUT4 Aufkommen. Abends hingegen ist die Insulinsensibilitu00e4t hu00f6her, folglich auch die GLUT4-Konzentration.rnrnDie GLUT4-Translokation, also die Freisetzung von GLUT4, findet mithilfe von Insulin statt.rnrnWenn wir Kohlenhydrate zufu00fchren wird Insulin ausgeschu00fcttet, um mit Hilfe der GLUT4-Transportproteine die Glucose im Muskel zu speichern.rnrnIst nun die Insulinsensibilitu00e4t geringer, muss der Ku00f6rper entsprechend mehr Insulin ausschu00fctten um die gleiche Menge Kohlenhydrate zu speichern.rnrnDa sich GLUT4-Transportproteine auch im Fettgewebe befinden, besteht natu00fcrlich auch das Risiko, dass Kohlenhydrate als Ku00f6rperfett gespeichert werden.rnrnSoweit so gut.rnrnDas Interessante ist aber nun, dass im Muskel zwei unterschiedliche GLUT4-Transportproteine (GLUT4 Speichervesikelformen) existieren.rnrnDie oben beschriebenen GLUT4-Transportproteine, die durch Insulin reguliert werden und jene, die durch Muskelkontraktion (Krafttraining) aktiviert werden (Aledo et al., 1997; Ploug et al., 1998; Millar et al., 1999).rnrnDas bedeutet nun, dass wir durch Krafttraining das gesamte muskulu00e4re GLUT4-Aufkommen, also jene GLUT4-Transportproteine die durch Insulin beeinflusst werden und jene die durch Muskelkontraktion an die Muskelzelloberflu00e4che transportiert werden, um ein Vielfaches erhu00f6hen ku00f6nnen. Viel hu00f6her als es durch den zirkadianen Rhythmus beeinflusst wird.rnrnKrafttraining erhu00f6ht nur die Insulinsensibilitu00e4t der Muskeln und nicht jene des Ku00f6rperfettes, daher verringert sich das Risiko, dass Kohlenhydrate im Ku00f6rperfett gespeichert werden drastisch bzw. fu00e4llt ganz weg.rnrnWir erreichen also den Zustand der maximal mu00f6glichen Insulinsensibilitu00e4t nach dem Krafttraining.rn

Richtiger Zeitpunkt fu00fcr die Einnahme von KohlenhydratenrnDurch das Wissen um die Insulinsensibilitu00e4t ist die Antwort fu00fcr den richtigen Zeitpunkt der Kohlenhydratzufuhr schnell gegeben: PWO u2013 Nach dem Training.rnrnDie Insulinsensibilitu00e4t ist am hu00f6chsten ca. 20 Minuten nach dem Training und bleibt wu00e4hrend ca. 3 Stunden erhu00f6ht.rnrnHier fu00fchren wir nun unseren Tagesbedarf an Kohlenhydraten zu.rnrnFolgendes Schema wenden wir an:rnrnu2013 20 Minuten nach dem Training: 30-60g Maltodextrin im PWO-Shakernrnu2013 60 Minuten spu00e4ter eine vollwertige Mahlzeit (ohne Fett) mit den restlichen KohlenhydratenrnrnDie Menge an Kohlenhydraten im PWO-Shake und der darauffolgenden Mahlzeit richtet sich nach dem Ku00f6rpergewicht bzw. Muskelmasse und dem Geschlecht. Maltodextrin als Kohlenhydratquelle stellt im PWO-Shake das Optimum dar. Andere hochglyku00e4mische Kohlenhydrate wie Dextrose oder Mischungen aus Maltodextrin und Dextrose eignen sich auch.rnrnIn der darauffolgenden Mahlzeit fu00fchren wir die restlichen benu00f6tigten Kohlenhydrate in Form von eher mittelglyku00e4mischen Kohlenhydraten zu. Es bietet sich hier eine breite Palette von diversen Lebensmitteln zur Auswahl (Reis, Kartoffeln, Su00fcsskartoffeln, Dinkelpasta etc.) an.rnrnWu00e4hrend des restlichen Tages verzichten wir auf Kohlenhydrate.rnrnDieses Vorgehen empfiehlt sich in einer Diu00e4t mit dem Ziel der Ku00f6rperfettreduktion.rnrnIn eine Phase des Aufbaus, ku00f6nnen wir zusu00e4tzlich ca. 50g hochglyku00e4mische Kohlenhydrate morgens nach dem Aufstehen zufu00fchren. Wir sorgen so fu00fcr eine verstu00e4rkte Reduktion von Cortisol und maximieren damit den Muskelaufbau.rnrnBei zu starkem Blutzucker-Abfall geben wir noch eine kleine Menge komplexer und niedrig glyku00e4mischer Kohlenhydrate dazu.rnrnDabei unterbrechen bzw. reduzieren wir allerdings auch den laufenden Prozess des Fettabbaus.rnrnBei morgendlichem Training empfiehlt sich ebenfalls eine zusu00e4tzliche Einnahme von Kohlenhydraten vor dem Training. Schnell verdauliche Kohlenhydrate sind hier zu bevorzugen.rn

Richtiger Zeitpunkt fu00fcr die Einnahme von ProteinrnProtein ku00f6nnen wir die ganze Zeit u00fcber zufu00fchren.rnrnWichtig dabei ist es einfach morgen direkt nach dem Aufstehen eine schnell verfu00fcgbare Proteinquelle zu wu00e4hlen, wie beispielsweise Whey Isolat (30g) um damit die Hormone Ghrelin und Cortisol in Schach zu halten.rnrnInnerhalb der folgenden zwei Stunden verzehren wir ein langsam verdauliches Protein, wie Magerquark, Eiklar etc.rnrnIm Laufe des Tages eignen sich su00e4mtliche Proteine als Nahrungsmittel. Wir sollten darauf achten genu00fcgend mit Protein versorgt zu sein.rnrnIm PWO-Shake, also jenem Shake nach dem Training setzen wir ebenfalls 30g Whey Isolat dazu.rnrnWir fassen zusammen:rnrnu2013 30g Whey Isolat morgens direkt nach dem Aufstehenrnrnu2013 Innerhalb 2 Stunden nach dem Aufstehen ein langsam verdauliches Protein, wie z.B. Magerquark (Casein)rnrnu2013 30g Whey Isolat 20 Minuten nach dem Trainingrnrnu2013 In der restlichen Zeit ist die Wahl der Proteinquellen freirn

Richtiger Zeitpunkt fu00fcr die Einnahme von FettrnFette sind sehr wichtig in unserer Nahrung. Wir fu00fchren sie immer dann zu wenn wir keine Kohlenhydrate mitessen.rnrnDas heisst also, dass wir morgens nach dem Aufstehen zusammen mit dem Whey Isolat Shake eine kleine Menge Fett (10-20g) zufu00fchren. Hier eignen sich besonders gut Nu00fcsse (Mandeln, Pekan-Nu00fcsse, Baumnu00fcsse etc.) oder auch naturbelassene und ungesu00fcsste Erdnuss- oder Mandelbutter.rnrnEine Ausnahme bildet hier natu00fcrlich morgendliches Training oder Phasen wo wir uns um Aufbau befinden und morgens Kohlenhydrate zufu00fchren. Hier verzichten wir selbstverstu00e4ndlich auf Fett.rnrnWu00e4hrend des Tages kann Fett innerhalb der vorgegebenen Menge frei zugefu00fchrt werden.rnrnFette sind wichtig zur Versorgung des aeroben Stoffwechsels.rnrnEine Mindestmenge tu00e4glich ist notwendig um kein unnu00f6tiges Hungergefu00fchl aufkommen zu lassen und den Stoffwechsel am Laufen zu halten. Je nach Ku00f6rpergewicht und Muskelmasse veru00e4ndert sich die empfohlene Tagesmenge an Fett.rnrnAls Mindestmenge gelten 50-60g Fett pro Tag.rnrnWichtig:rnrnIn dem Zeitraum wo wir Kohlenhydrate zufu00fchren, du00fcrfen wir KEINE Fette zu uns nehmen.rnrnDas heisst also, dass wir in dem Zeitfenster von 2-3 Stunden nach dem Training wo wir Kohlenhydrate zufu00fchren, keine Fette zu uns nehmen du00fcrfen. Durch das nicht sofortige Absinken des Insulinspiegel gilt ein Verzicht auf Fette zwei Stunden daru00fcber hinaus.rnrnWir verzichten vollstu00e4ndig auf Fett im Zeitraum von ca. 4-5 Stunden nach dem Training!rn

Welchen Einfluss hat Sport und insbesondere Krafttraining auf die zirkadiane RhythmikrnWie wir oben zum Thema Insulinsensibilitu00e4t erfahren haben ist Krafttraining der Schlu00fcssel zur Maximierung der Insulinsensibilitu00e4t.rnrnDie Kombination von Krafttraining und der richtig getimten Zufuhr der Makronu00e4hrstoffe, ermu00f6glicht uns in kurzer Zeit einen muskulu00f6sen und definierten Ku00f6rper aufzubauen und diesen auch zu behalten.rnrnDiese Vorgehensweise basiert auf den neusten ernu00e4hrungsphysiologischen Erkenntnissen und beru00fccksichtigt die hormonellen Gegebenheiten im menschlichen Ku00f6rper.rnrnIn meinen Coachings, bei mir selbst und in der Vorbereitung der TRAINSANE GIRL Bikini Athletinnen, gestalte ich die Diu00e4t genau nach diesen Vorgaben (Nutrition-Timing). Die Resultate sind durchweg positiv und sehr erfolgreich.rnrnWenn du dein Nu00e4hrstoff-Timing nicht dem Zufall u00fcberlassen willst, unterstu00fctzt dich unser Team im Online Coaching oder erstellt dir einen pru00e4zisen Trainings- und Ernu00e4hrungsplan. Hochwertige Isolate, Aminosu00e4uren und gesunde Fette findest du direkt in unserem Trainsane Shop.rnrnIch wu00fcnsche euch viel Erfolg bei der praktischen Umsetzung.

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Coach Mark

Coach Mark, Mitgründer von TRAINSANE besitzt über 20 Jahren Trainingserfahrung, bereitet Wettkampf-Athleten vor, schreibt diverse Online-Artikel und ist absoluter Experte in Sachen Ernährung und Training. Seine Coaching-Angebote für jeden findest du auf unserer Website.