Aufgrund zahlreicher Nachfragen zu meinem Blog Das Erfolgsrezept für maximale Fettverbrennung zum Thema Fatburner, habe ich mich entschieden dieses Thema in einem separaten Blog zu behandeln.

Die Frage ob es den ultimativen Fatburner gibt, kann man nicht pauschal beantworten, es gibt also weder ein Ja noch ein Nein.

Ein guter Fatburner besteht aus mehreren Substanzen, die teilweise auf die gleiche Weise, aber auch ergänzend über andere Mechanismen im Körper funktionieren.

Wir müssen dabei zwischen ungefährlichen und potenziell gefährlichen Substanzen unterscheiden. Ich werde euch in diesem Blog nur jene Substanzen näher erklären, die auch als Supplemente erhältlich sind und ich bei gesunden Menschen als unbedenklich einstufe.

Beta- und Alpha-Adrenorezeptoren

Die stärkste fettverbrennende Wirkung erzielt man durch die Manipulation der Beta- und Alpha-Adrenorezeptoren. Diese Rezeptoren befinden sich auch in den Körperfettzellen. Durch gezielte Beeinflussung können wir damit die Fettverbrennung anregen.

Es stehen dabei jeweils Substanzen zur Verfügung, die entweder die Alpha-und Beta Rezeptoren aktivieren (Agonisten) oder blockieren (Antagonisten). Von beiden Rezeptoren-Gruppen gibt es dann noch weitere Untergruppen, die eine unterschiedliche spezifische Wirkung haben.

Für uns interessant sind (selektive) Agonisten des Beta-Adrenorezeptor und Alpha1-Adrenorezeptor, sowie Antagonisten des Alpha2-Adrenorezeptor.

Ich werde mich in diesem Blog hauptsächlich auf Substanzen beschränken, die den oben beschriebenen Wirkungsmechanismus besitzen. Sie sind fast alle natürlichen Ursprungs und als sogenannte Extrakte in diversen Fatburnern zu finden.

Gefährliche Substanzen

Es befinden sich natürlich auch diverse gefährliche Substanzen auf dem Markt, die als Medikamente entwickelt wurden und den gleichen Wirkungsmechanismus und teilweise stärkere Wirkung auf die oben erwähnten Rezeptoren besitzen, wie z.B. das Dopingmittel Clenbuterol. Ihre Anwendung bringt grosse Risiken mit sich!

Ich rate vom Einsatz solcher gefährlichen Substanzen entschieden ab!

Beschäftigen wir uns also nun mit den ungefährlicheren Alternativen dazu.

Coffein

Coffein ist ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine. Coffein ist der anregend wirkende Bestandteil von Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Mate, Guarana, Energy-Drinks und (in geringeren Mengen) von Kakao. In reiner Form tritt es als weisses, geruchloses, kristallines Pulver mit bitterem Geschmack auf.

Die Wirkungen des Coffeins sind:

– Anregung des Zentralnervensystems
– Erhöhung der Kontraktionskraft des Herzens
– Steigerung der Herzfrequenz (Pulssteigerung)
– Bronchialerweiterung (Bronchodilatation)
– Wirkung auf Blutgefässe: auf Gefässe im Gehirn wirkt Coffein verengend, auf solche in der Peripherie erweiternd.
– eine geringfügige Erhöhung des Blutdrucks
– Förderung der Glykogenolyse und Lipolyse

Es besitzt eine hemmende Wirkung der Alpha2-Adrenorzeptoren (antagonistische Wirkung). Es ist damit ein wichtiger Bestandteil eines guten Fatburners.

Synephrin

Synephrin ist ein Alkaloid, das in der Bitterorange vorkommt. Als Phenylethylamin-Derivat ist es chemisch und pharmakologisch mit dem Ephedrin verwandt. Die Wirkungen und Nebenwirkungen ist aber schwächer. Es ist daher als Supplement erhältlich.

Synephrin ist ein Sympathomimetikum und vom Wirkmechanismus her ein A1-Adrenozeptor-Agonist.

Synephrin stimuliert das zentrale Nervensystem auf angenehme Weise. Atmung und Herzfrequenz werden leicht erhöht, der Stoffwechsel wird beschleunigt und der Fokus steigt.

Die Anwendung von Synephrin sollte mit Vorsicht angegangen werden und nur während einer kalorienreduzierten Diät für kurze Zeit eingesetzt werden.

Yohimbe & Yohimbin HCL

Yohimbin ist ein kompetitiver Alpha-Antagonist, der vor allem an Alpha2-Rezeptoren bindet aber auch Einfluss auf die Alpha1-Rezeptoren hat. Yohimbin ist jedoch 60-mal selektiver für Alpha2- als für Alpha1-Rezeptoren.

Yohimbin hat eine hemmende Wirkung auf die Alpha2-Adrenorezeptoren im Fettgewebe. Dies erklärt die fettverbrennende Wirkung von Yohimbin. Die Alpha2-Adrenozeptoren regulieren die Lipolyse im Ruhezustand. Yohimbin wirkt als Alpha-2-Antagonist und regt die Lipolyse durch eine Hemmung der Alpha2-Adrenozeptoren an.

Darüber hinaus besitzt Yohimbin eine leicht hemmende (antagonistische) Wirkung auf die Alpha1-Rezeptoren, welche nicht wünschenswert ist, da es die Lipolyse bremsen kann. Durch die Kombination mit Synephrin heben wir diese ungünstige Wirkung wieder auf und profitieren so von der maximalen Fettverbrennung.

Interessant ist die Tatsache, dass jenes Körperfett in sogenannten Problemzonen einen besonders hohen Anteil an Alpha2-Adrenozeptoren aufweist. Genau dieses hartnäckige Fett kann mit Hilfe eines Alpha2-Adrenorezeptor-Antagonisten wie Yohimbin aktiviert werden.

Man muss zwischen Yohimbin HCL und Yohimbe-Extrakten unterscheiden. Leider enthalten nicht alle Yohimbe-Extrakte einen genug hohen Anteil an dem wirksamen Yohimbin.

Man sollte deshalb dem reinen Yohimbin HCL den Vorzug geben bzw. darauf achten einen standardisierten Yohimbe-Extrakt zu verwenden.

Anzumerken gilt es noch, dass Yohimbin nicht in allen Ländern verkehrsfähig ist. Informiert euch also diesbezüglich im Vorfeld.

N-Coumarolydopamin & N-Caffeoyldopamin

Es handelt sich dabei um zwei pflanzliche Extrakte, die als Beta2-Agonisten wirken und dadurch die Fettverbrennung anregen.

Sie werden erst seit kurzer Zeit in Fatburnern eingesetzt, aber es gibt Studien die ihre Wirksamkeit beweisen (N-coumaroyldopamine and N-caffeoyldopamine increase cAMP via beta 2-adrenoceptors in myelocytic U937 cells, Park JB, 2005).

Ausserdem besitzen sie einen antikatabolen Effekt (Muskelschutz) durch eine Erhöhung des cAMP-Spiegels.

Grüntee-Extrakt

Extrakte aus dem Grüntee gehören auch in einen guten Fatburner, insbesondere die darin enthaltenen Catechine, vor allem die Substanz EGCG. Sie fördert die Lipolyse (Fettverbrennung) und verbessert die Wirkung vom Coffein.

Der richtige Blend/Die richtige Matrix(Mischung)

Ein guter Fatburner besteht also aus den obengenannten Substanzen (Coffein, Synephrin, Yohimbin, N-Coumarolydopamin & N-Caffeoyldopamin und Grüntee-Extrakt).

Ergänzende Wirkstoffe können L-Tyrosin, Acetyl-L-Carnitin, Capsaicin und Forskolin sein.

Vorischt vor unbekannten Substanzen

Vorsicht geboten ist einfach bei allen unbekannten Substanzen, die teilweise von der Molekülstruktur sehr den gefährlichen Drogen Amphetamin und Methamphetamin gleichen.

Ein aktuelles Beispiel zeigt die Gefährlichkeit solcher Substanzen. So wurde der bekannte Fitness-Athlet Rob Riches im Rahmen eines Wettkampfes positiv auf die Substanz N-Alpha-Dimethyl-Benzeneethanamin getestet.

Kaum jemand weiss, dass es sich dabei um ein Stereoisomer von Methamphetamin handelt. Methamphetamin ist das wohl stärkste Stimulans und eine der gefährlichsten Drogen die existieren. Sie ist strengstens verboten. Diese Substanz soll sich im Pre-Workout-Booster “Craze“ befinden.

Es gibt ausserdem diverse Fatburner mit der Substanz Oxilofrin (Methylsynephrin), die auch gesundheitlich bedenklich sein kann und ausserdem auf der Dopingliste der WADA steht.
Der aktuelle Dopingfall in der Leichtathletik dreht sich genau um diese Substanz.

Seid also vorsichtig mit der Wahl der Supplemente und nehmt nur Fatburner- Substanzen ein, von denen ihr auch über ihre Wirkung Kenntnis habt!

Mit denen von mir beschriebenen Substanzen werdet ihr gute Erfolge – hartes Training und richtige Ernährung vorausgesetzt – erzielen können.

Ich wünsche euch allen viel Erfolg!

Einen guten natürlichen Fatburner gibt es hier.

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