Heute möchte ich euch über die Zeit nach dem Wettkampf berichten, da ich oft nur Blog-Artikel über die Diät und Vorbereitung lese.

Vor genau zwei Wochen war die Schweizermeisterschaft in Basel, wo ich mir den 2. Platz geholt habe. Es war für mich der zweite Wettkampf in dieser Saison. Die Erfahrung war einfach Hammer und ich bereue keine Sekunde. Jetzt ist jedoch für mich die Wettkampfsaison zu Ende und was nun? Ja, diese Frage habe ich mir auch gestellt. Monate lang arbeitest du auf diesen Tag hin und plötzlich ist es vorbei. Ich habe mich erstmals auf das Maisbrot von meiner Mama gefreut (es war einfach himmlisch). Am Sonntag nach dem Wettkampf habe ich (ohne schlechtes Gewissen) alles Mögliche gegessen und es wirklich genossen, das hatte ich mir auch verdient.

Doch bereits am Montag holte mich die Realität wieder ein. Mein Körper hatte so viel Wasser gespeichert und ich sah aus wie ein Wasserschiff. Wettkampfform war dahin und die Krise war vorprogrammiert. Mir wurde das erste Mal bewusst, dass eine Wettkampfform wirklich nur eine Momentaufnahme ist und ich mich von dieser Form wieder verabschieden muss. Ganz ehrlich gesagt, fällt es mir mega schwer es zu akzeptieren. Klar war mir bewusst, dass das Gewicht wieder etwas rauf geht und die Form wieder etwas weicher wird. Ist es dann aber soweit, schlägt es ganz schön auf die Psyche. Für mich war sehr wichtig, dass ich mir gerade ein neues Ziel setzte, auf das ich wieder daraufhin arbeiten kann. Also habe ich beschlossen, im Frühling wieder auf der Bühne zu stehen.

Dieses unglaubliche Gefühl muss ich einfach wieder erleben. Seit ich mein Ziel wieder vor Augen habe, sehe ich das Ganze wieder etwas lockerer. Die nächsten zwei Wochen werde ich zwar 5x in der Woche Krafttraining machen, jedoch einfach mal ohne Trainingsplan (worauf ich halt so Bock hab). Mit dem Essen versuche ich mich langsam wieder einzupendeln, d.h. Fett langsam wieder hochschrauben, Milchprodukte einbauen und mir ab und zu etwas gönnen. Dank dem TNT (Trainsane Nutrition Timing) läuft mein Stoffwechsel einwandfrei und ich fühle mich gut. Immer wieder höre ich von Athleten das Wort „ausdiäten“. Was? Eine Diät nach der Diät? So ein Bullshit! Man muss sich nur das ganze Jahr über gut ernähren und auch in der Diät immer genügend Carbs essen. Klar muss ich mich auch gerade wieder etwas einpendeln, dennoch ist mein Stoffwechsel nicht beschädigt. Ich habe weder Heisshungerattacken noch fühle ich mich schlecht oder sonst was. Sehr wichtig sind auch die sozialen Kontakte wieder mehr zu pflegen. In der Diät ist man sehr oft in einem Egotrip unterwegs (jedenfalls ging es mir so). Jetzt habe ich wieder umso mehr Zeit für meine Leute. Familie, Freunde etc. sollten immer im Vordergrund stehen und nicht vernachlässigt werden. Ein Wettkampf sollte immer noch Spass machen und es geht nicht um Leben oder Tod. Klar stecke ich wieder mein ganzes Herzblut in die nächste Vorbereitung, dennoch gibt es einfach wichtigere Dinge als in Topform zu sein.

Der Fokus für den nächsten Aufbau, liegt bei mir auf Rücken und Schultern (ich muss breiter werden) und ich freue mich sehr auf den Aufbau.

Fazit: Die Zeit nach dem Wettkampf ist nicht zu unterschätzen. Setzt euch neue Ziele, damit ihr nicht gerade in ein Loch fällt. Geniesst aber die Zeit danach (all die Leckereien, Familie, Freunde usw.), ihr habt es euch verdient! Wichtig ist auch, dem Körper genügend Regeneration zu geben und sich nicht unter Druck setzen. Und zum Schluss: Ihr seid alle schön, auch wenn ihr nicht gerade eure absolute Topform habt. Akzeptiert eueren Körper und lernt ihn zu lieben wie er ist.

Sportliche Grüsse Eure Simone

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